Das Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben ist Ihre Visitenkarte und zugleich eine erste Arbeitsprobe für den neuen Arbeitgeber. Ein gutes Bewerbungsschreiben soll gleichzeitig informieren und werben. Der Inhalt muss vollständig, wahr sowie klar und übersichtlich gegliedert sein.

Ein Bewerbungsschreiben muss folgende Angaben enthalten:

  • Absenderanschrift
  • Empfängeranschrift
  • Betreff
  • Anrede
  • Bezug des Schreibens
  • Bewerbung
  • Darstellung wichtiger Berufsstufen
  • besondere Fähigkeiten und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die Schlussformulierung

Generell gilt, dass das Anschreiben eine Seite nicht überschreiten sollte. Den vollständigen beruflichen Werdegang kann der Empfänger Ihrer Bewerbung aus dem Lebenslauf entnehmen. Schreiben Sie kurze aktive Sätze und vermeiden Sie Redewendungen im Bürokratenstil wie „bezugnehmend auf Ihre Stellenanzeige erlaube ich mir höflichst“. Verwenden Sie auch keine Substantivierungen, sondern bevorzugen Sie Verben.

Vermeiden Sie darüber hinaus Handlungsbekundungen wie „hiermit bewerbe ich mich um“ oder „meiner Bewerbung lege ich folgende Unterlagen bei“. Denn dass Sie sich bewerben und auch Unterlagen beifügen, ist selbstverständlich und wirkt daher überflüssig und sprachlich ungewandt.

Verlieren Sie sich nicht in sinnleeren Floskeln. Wenn das Unternehmen in seiner Ausschreibung nach einem „belastbaren, teamfähigen Mitarbeiter“ sucht, dann sollte in Ihrem Anschreiben nicht „ich bin belastbar und teamfähig“ stehen. Nennen Sie solche Eigenschaften nicht, sondern dokumentieren Sie diese. Zum Beispiel: Gehen Sie auf Ihren Besuch der Abendschule neben Ihrem Beruf als Beleg für Ihre Belastbarkeit ein, und berichten Sie von regelmäßigen Gruppenprojekten, an denen Sie teilgenommen haben, um Ihre Teamfähigkeit zu dokumentieren. Gehen Sie also eher indirekt auf die Stellenanforderungen ein. Es werden ausgezeichnete Englischkenntnisse erwartet? Sie könnten beispielsweise schreiben „während meines Auslandsaufenthaltes in Oxford konnte ich meine Kenntnisse in Wirtschaftsenglisch erheblich verbessern“. So haben Sie nicht eine bloße Behauptung wie „meine Englischkenntnisse sind ausgezeichnet“, sondern eine glaubhaft belegte Aussage. Beschreiben Sie Ihre eigenen Tätigkeiten, ohne diese zu kommentieren. Denn die anschließende Bewertung sollten Sie dem Empfänger überlassen. Dieser wird sich anhand Ihrer Tätigkeitsbeschreibungen und der Arbeitszeugnisse ein genaues Bild von Ihnen machen. Stellen Sie sich sachlich, selbstbewusst und entschlossen dar. Vermeiden Sie dabei jedoch eine überheblich wirkende, elitäre Ansprache und verzichten Sie auf übertriebene Formulierungen. Verwenden Sie keine Konjunktivformen wie „ich glaube“, „ich hoffe“ oder ähnliche. Denn Ausführungen wie „ich glaube, ich bin für diese Stelle geeignet“ klingen zweifelnd und nicht überzeugend.

Die Betreffzeile

Hier beziehen Sie sich auf das Stellenangebot der Firma und die Fundquelle bzw. auf ein bereits geführtes telefonisches Vorabgespräch. Der Vermerk " Betreff:“ wird nicht mehr vor die Zeile gestellt, sondern weggelassen. " Ihre Anzeige in der FAZ vom 15.06. … Produktmanager“

Die Anrede

Sie sollten den Empfänger immer persönlich anschreiben. Versuchen Sie also unbedingt den Namen herauszufinden, auch wenn dieser nicht über die Stellenanzeige mitgeteilt wird. „Sehr geehrter Herr Schulze,“ Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Namen zu ermitteln, dann schreiben Sie wie folgt: „Sehr geehrte Damen und Herren,“

Der Bezug des Schreibens

Der Bezug des Schreibens stellt die eigentliche Einleitung zum Text dar. Erfahrungsgemäß bereitet dieser Teil die meisten Schwierigkeiten. Versuchen Sie auf das Problem des Personalleiters, eine offene Stelle mit einem geeigneten Mitarbeiter oder einer geeigneten Mitarbeiterin besetzen zu müssen, einzugehen und machen Sie mit Ihrer Formulierung deutlich, dass Sie besonders an dieser Stelle interessiert sind. Er wird sich angesprochen fühlen und für Ihre weiteren Ausführungen offener und interessierter sein. Darüber hinaus sollten Sie auch auf einzelne Inhalte der Stellenanzeige eingehen und zeigen, dass Sie den Text der Anzeige und die Bedeutung der einzelnen Anforderungen verstanden haben. Schreiben Sie immer empfängerorientiert. Stellen Sie heraus, was der neue Arbeitgeber von Ihnen erwarten kann, nicht was Sie erhoffen. Beginnen Sie also z. B. mit „Sie suchen …"statt „ich suche …“.

Der Bewerbungsteil

An die Einleitung schließt sich der Bewerbungsteil an, in dem Sie andeuten, dass Sie sich für die angebotene Stelle eignen. Die Eignung belegen Sie mit der Darstellung der fachlichen Qualifikation sowie den wesentlichen Schritten Ihrer beruflichen Entwicklung, Ihrer erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten und des derzeitigen Aufgabengebietes. Sie müssen an dieser Stelle überzeugend darstellen, dass Ihre erworbenen Erfahrungen und Kenntnisse in unmittelbarem Zusammenhang mit der zu besetzenden Stelle stehen. Hierbei sollten Sie sich auf die wichtigsten beruflichen Stationen beschränken und besondere Arbeitserfolge beispielhaft erwähnen. Auch Ihre Qualifizierungs- und Weiterbildungsmotivation sollte nicht unerwähnt bleiben. So dokumentieren Sie, dass Sie sich über das normale Maß hinaus zusätzliche berufsrelevante Kenntnisse und erforderliches Spezialwissen aneignen. Nennen Sie auch Ihre Gründe für einen beruflichen Wechsel. Diese Gründe sollten jedoch nicht privater Natur sein, sondern immer im Hinblick auf Ihre Weiterentwicklung und auf die neue zu besetzende Stelle. Ein Wohnortwechsel, der aus persönlichen Gründen erfolgt, sollte daher als Begründung besser nicht angegeben werden.

Folgende Motive sollten Sie anführen:

  • "Ich suche eine neue Herausforderung",
  • "ich möchte mich gern beruflich weiterentwickeln",
  • "aus organisatorischen Gründen ist in absehbarer Zeit kein Aufstieg in meiner derzeitigen Firma möglich".
  • Vermeiden Sie in diesem Zusammenhang unbedingt negative Äußerungen über Ihren gegenwärtigen Arbeitgeber.

Schlussformulierung

Ihr Schreiben endet üblicherweise mit einer Formulierung wie "über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen " und einem abschließenden „Mit freundlichen Grüßen ". Unterhalb Ihrer Unterschrift steht der Vermerk „Anlagen ". Diese brauchen jedoch nicht einzeln aufgeführt zu werden.



Häufige Fehler

Fallstricke lauern auf dem Weg nach oben

Auf das richtige Maß kommt es an. Eine vornehme Zurückhaltung in der Selbstdarstellung kommt besser an als ein seitenlanges Eigenlob im Anschreiben, denn hier reagieren Personalverantwortliche mit Vorsicht oder gar direkter Ablehnung. Doch das sind nur die auffallendsten Fehler, die man machen kann. Daneben gibt es noch viele unsichtbare Fallstricke, in denen sich Bewerber völlig ahnungslos verfangen können. Eine Liste der häufigsten Fehler zeigt Ihnen, wie Sie ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, sondern sich in ihrem besten Licht zeigen.

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